Fechten: Wir sind Sonderklasse!

Das Otto Sokopp Turnier in Wien bietet SportlerInnen die bereits im Berufsleben stehen und die sich ihre (Arbeits-)Wochen sehr gut einteilen müssen, um auch auf ihre Trainingszeiten zu kommen, die Chance, sich bei Ähnlichkeit der Voraussetzungen mit Ihresgleichen zu messen. Die Wertungen werden dabei nach Altersklassen vergeben.

Der Einstieg in dieses mit FechterInnen aus Ungarn, Deutschland und Österreich besetzten Turniers erfolgte mit zwei Bewertungsvorrunden altersklassen- und geschlechtsübergreifend. Vor allem unsere Herren konnten sich dabei sportlich auszeichnen: Marco Hebesberger gewann nicht nur alle Gefechte in diesen Vorrunden, auch bezüglich der Trefferdifferenz war er der beste Säbelfechter des Turniers. Nur knapp dahinter Thomas Walach, den nur eine Vorrundenniederlage von einer ebenfalls weißen Weste trennte. Von unseren Damen konnten Agnes Nordmeyer und Karolina Kéfer Vorrundensiege beitragen, während sich Eszter Kovács und Irina Hagedorn mit einigen spektakulär gesetzten Treffern begnügen mussten.

In weiterer Folge wurden dann im System der „Direkten Ausscheidung“ die AlterklassensiegerInnen ermittelt. Für den Damenbewerb der „Sonderklasse“ (Ü29) glich dies einer internationalen WSC-Vereinsmeisterschaft: Im rein ungarischen Semifinale konnte sich Eszter gegen Karolina durchsetzen, während das österreichisch-deutsche Halbfinalduell unsere welser Fechterin Agnes gegen unsere Fechterin Irina aus Husum für sich entscheiden konnte. Agnes siegte auch im Finale gegen Eszter in einem technisch sehr sauber geführten Gefecht mit 10:6 und kürte sich damit zur Siegerin in dieser Altersklasse.

Auch in der „Sonderklasse“ bei den Herren war das Finale eine reine WSC Angelegenheit: Thomas, der zuvor im Halbfinale den deutschen ASC-Fechter Sven Kühnel ausschalten konnte, traf auf Marco. Fechterisch betrachtet bot dieses Duell zweifelsfrei den Höhepunkt des Turniers, und nach wechselnden Führungen konnte sich Marco schließlich mit 10:8 durchsetzen.

Johannes Hradez

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